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Geschichte der SPD Langenhagen

100 Jahre SPD Langenhagen

Da zwischen 1933 und 1945 viele Akten vernichtet worden sind, gibt es keine Dokumente mehr über die ersten SPD-Aktivitäten in Langenhagen. Zeitzeugen hätten aber bestätigt, dass sich in Brink um die Jahrhundertwende ein Wahlverein der Sozialdemokraten unter Vorsitz von Fritz Weidemann für den Acht-Stunden-Tag und das allgemeine, freie und gleiche Wahlrecht, das auch für Frauen gelten sollte, eingesetzt habe. 1913 wurde Siegfried Leske, der Großvater von Dieter Leske, zum Schriftführer gewählt.

Nach dem Ersten Weltkrieg sind es die Sozialdemokraten in Brink die sich stark in verschiedenen Vereinen engagierten und Anfang der zwanziger Jahre eine Gruppe der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) gegründeten. Anfang der dreißiger Jahre nahm die Arbeiterwohlfahrt (AWO), damals als Unterorganisation, ihre Arbeit auf.

Von der SA verfolgt und zum Teil schwer misshandelt, konnten die Sozialdemokraten im Dritten Reich nur vereinzelt im Untergrund agieren, wollten sie einer Deportation entgehen. Während Karl Kellner, der einen SA-Mann angeschossen hatte, im Konzentrationslager starb, überlebte Karl Schönemann sowohl das KZ als auch den Fronteinsatz. Nach dem Krieg ernannten die Alliierten den SPD-Mann zum ehrenamtlichen Bürgermeister Langenhagens.

Rund 50 Sozialdemokraten trafen sich im Juli 1945 zur ersten Versammlung des neuen Ortsvereins. Bereits ein Jahr später fuhr die SPD bei den Kommunalwahlen ihren ersten großen Erfolg ein: Die Partei errang 13 von 19 Ratsmandaten und konnte mit Friedrich Müller (1946 bis 1948) ihren ersten gewählten Bürgermeister stellen. Seine Nachfolge traten mit Adolf Vollmer (1948 bis 1953), August Wagener (1953 bis 1969) und Walter Bettges (1969 bis 1981) immer Sozialdemokraten an, bis die Partei 1981 bei der Kommunalwahl der CDU unterlag. Im November musste sich der Christdemokrat Josef Billerbeck allerdings Waltraud Krückeberg geschlagen geben, die als einzige Bürgermeisterin im Landkreis, das Amt stark durch ihre Persönlichkeit prägte. Außerdem stehe sie für Kontinuität, während die Ortsvereinsvorsitzenden häufiger wechselten: So löste etwa Rainer Skowronek 1992 Siegfried Frohner (1988 bis 1992) ab, ehe Peter Fischer (1994 bis 1998) und Gerd Jütting (1998 bis 2000) den Ortsverein führten, bis Marco Brunotte im Jahr 2000 den Vorsitz übernahm.



 

 
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